Texte:


  

Freund


Schwarze Schatten spiegelten sich
In Deinen Augen
dein Herz
Zerschmissen sie
Wie ein russisches Wodkaglas
Dieser laute Schmerz
Der mich so maßlos wütend macht
Der meiner Traurigkeit
Kein Wort mehr gibt
Steh nur da
Mit aufgerissenen Augen
Und aufgerissenem Herzen
Seh´die Zerstörung Deiner Zeit
Immer auf dem Sprung
Dich aufzufangen






 Die  Feder  deines Stiftes
Kratzt  auf dem Papier
Meine  Haut
Wird Gänsehaut
Deine Buchstaben
Auf meine Seele geschrieben






                 
              
Hastig stürzen meine
Gefühle
Die Treppe hinunter
Und meine Gedanken
Reißen die Türe auf
Hab ich mir eingebildet
Du hättest an meinem
Herzen
Die Klingel gedrückt




    




DU DER GLASTEMPEL

ICH MIT STEINEN
IN DER HAND
DU DENKST ICH KÖNNTE DAMIT
WERFEN
ICH SAGE
ICH BAUE MIR EIN  SCHUTZMÄUERCHEN
-
GEBRANNTE KINDER
SCHEUEN DAS FEUER







 


BLAUE SEEN

VERSINKEN
IN ARABISCHE MONDE
DER DUFT
DEINER HAUT
VERGRÄBT SICH
IN MEINEN POREN
TAUSEND KLEINE TEUFEL
VERFEUERN
FLOSKELN
IN MEINEM HERZEN
DU BIST DAS GEMÄLDE
IM LOUVRE
DAS ICH NICHT
BERÜHREN
DARF




 



Ich glaube gestern Abend war es,
als ich mit geschlossenen Augen
den heißen Kaffee
aus der Erinnerungstasse schlürfte,
mit einem Riesenseufzer
die Gänsehaut den Rücken
empor kroch
meine Gedanken
sich auf den Wanderstab stützten
und verliebt lächelnd
bei Dir eintrafen





 


Geschönte Träume
Telepathische Ohrfeigen
Glaswände die dicker werden
An den Berührungsstellen
wachsen Dir Ekel-Pilze
Wie ein Weidenzweig
Verbiegst Du Dich
Weg von mir
Wie die Zunge eines Chamäleons
schnalzt mein Herz
Nach Deiner Nähe
Daneben
Voll Daneben










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